Fremdes/Vertrautes/Neues

Struktur schaffen

Nicht wissen, keine Ahnung

Entscheidung: Papier, zwei Farben, Spachtel
Das ist toll, beim Spachteln entstehen gleichmäßige Flächen, irgendwie beruhigend

Alle in eine Richtung, vertikal

Wie ein Fluss, der fließt auch in eine Richtung
Fluss – Ruhige Stellen sind am Rand und es gibt Strudel

In der Masse fließen – In Menschenmassen sein kann unangenehm sein
kein Gesicht – Masse ist anonym, ist bedrohlich
Sog der Richtung

Am Rand sein im ruhigen Wasser oder stehen bleiben.

Mitgerissen werden

Hey, das ist nicht meine Richtung

Dagegen steht – der Wunsch nach Verbindung
dazu gehören

Frage – wie bleibt man da Individuum?

Praktische Handlungserfahrung:
Spachelspuren sind unterschiedlich, Menschen sind es auch.

Spachtel

Individuelle Gesichter in der Masse erkennen
Erkennen heißt weniger Angst

Wie geht das?

Die Unterschiede der Spachtelspuren mit goldener Farbe umrahmen
Das Besondere der jeweiligen Form
die Eigenart wertschätzen

Gold ist nicht wirklich ein nützliches Metall
zu weich für Werkzeuge
Es ist Hervorhebung
ritueller Wert
so entstand Schmuck – Hervorhebung

Menschen heben sich hervor – aus der Masse

Wie?

Menschen be-werten
Menschen unterscheiden
Was ist der Unterschied?

Unterschiede wertschätzen

Bleiben Alle gleich-wertig, ohne niedriger und höher be-wertet zu werden, ist der Unterschied an sich wertvoll

Individualität als Wert

Die Erkenntnis – ich habe Struktur
manchmal erkenne ich sie nicht – weiß nicht wie ICH aussehe, kann meine Struktur nicht erkennen

Jemand von Außen, außerhalb von Innen, von mir, möglichst jemand wohlwollendes sieht (mich) (im) Zusammen(hang) meiner Geschichte, Handlungen
Früher warst Du so, heute so, hast das gemacht, jenes geschafft

Selbst hat man das Ereignis vielleicht vergessen
den Wert nicht gesehen
der Inhalt, das Thema ist vielleicht heute nicht mehr wichtig

Jemand Anderes fragt nach dem Ereignis und nach dem Handlungsmotiv
warum hast Du so gewählt/entschieden?
warum heute grün, gold, Spachtel, früher hast Du….?

Das Bild ist jetzt da/der Text ist jetzt da
bezeugt den Werdegang
Der Prozess/Weg – Erst war das so, dann habe ich so entschieden, weil…

Kunst, Musik, Tanz, Schreiben als Ausdruck des Inneren braucht einen Zeugen, einen der nachvollzieht, spiegelt, nach dem Motiv fragt, den Wert, das Gold reinbringt, die individuelle Form im Fluss zeigt.

schwarze Katze goldne katze

Zu dieser Außen-sichtweise nein oder ja sagen dürfen ist wichtig,
denn das von außen Sichtbare ist nie das eigene Innere.

Neue Frage:
Was ist das – Grundsympathie?
Auf einer Wellenlänge sein
Woran merkt man das?

Erkenntnis – manchmal ist man den Menschen näher, mit denen man gemeinsam etwas tut, Musik macht, malt, arbeitet, spielt, als denjenigen, über die man etwas weiß.

Bilder, Musik, Tanz, Schrift/Worte als Zeugen des Selbst-ausdrucks

Zum sich Zeigen braucht es Mut.

Wie das Anfangen?
Zu Beginn – Ratlosigkeit, Spannung/Druck, unwohl fühlen

Etwas im Inneren sucht, will raus

Dann der Impuls – ich will was machen
Weiter geht die Suche – nach der richtigen Farbe, Form, den Worten

Dann die Erkenntnis im Tun- ich habe Struktur in mir, von der ich nichts wusste
Text, Bild, Musik ensteht

Staunen – das war ich?
das war in mir?
Das wußte ich gar nicht

Andere sehen, lesen, hören es

Verbindung
Ähnlichkeit
Unterschied
Anregung
Austausch

Erkannt werden
Ach so zeigst du Dich
bist Du so….???

zwei

STOP VORSICHT!!
Jetzt ist Genauigkeit angesagt
Denn: „SO“ BIN ich nicht!

WICHTIG – Der Anders ist noch jemand anders als ich erkennen kann.
Ich sehe nur was ich kenne

Das Gesicht in der Menschenmasse im Fluss wird individuell, erkennbar, einschätzbarer, lesbar, nicht mehr ängstigend, da ich Vertrautes finde im Bild des Anderen und Neues was mich interessiert, was ich lernen will

Zu Beginn war Ratlosigkeit
Der kreative Prozess ist – erst mal nicht wissen und vertrauen auf das, was sich zeigen wird

Die eigene Struktur, Form, Farbe finden
sich selbst erkennen
sich zeigen

Gesehen werden – im GOLD des eigenen Ausdrucks
Identität
Mit GOLD der eigenen Form Wert geben

Aus dem Fluss der Masse auftauchen
Individuum sein

Die Ratlosigkeit, die damit verbundene Spannung und Unzufriedenheit zu Beginn eines kreativen (creare – schöpfen) ist wichtig für die Suche nach dem Eigenen.
Mit der Zeit, der Wieder-holung entsteht das Wissen, die Erfahrung, es wird eine Entscheidung, eine Lösung kommen (welche Farbe wähle ich, Spachel, Pinsel, Form, Worte..

Dann: warum habe ich das geschrieben, gemalt, komponiert – die Reflektion über das Motiv macht selbst-bewußt

DurchgangÜbergang

DAS EIGENE IST DA – sag was dazu……zu mir
Aber bedenke: was Du sagst, bin nicht ich, ist was Du siehst, ein Teil von Dir, in mir

VERTRAUTES
FREMDES
NEUES

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Über sabinepabel

Ich habe eine Praxis für Kunsttherapie und Traumatherapie / Somatic Experiencing in Berlin Kreuzberg/Mitte, Deutschland. Dieser Blog bildet einen Übergang / ein transitional zwischen Themen, die mich beruflich und privat bewegen. Meine Website: www.kunsttherapie-pabel.de
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