IST DAS UNIVERSUM FREUNDLICH?

Bindungsstörungen – sichere Bindungen

Bindung

Gedanken zu einem Workshop
von Diane Poole Heller
Köln 20.10. – 25.10.09

Hätte Einstein eine einzige wichtige Frage zu stellen, was würde er fragen?
Vielleicht die Frage, die uns allen die größtmögliche Sicherheit geben würde:
Ist das Universum freundlich?

Wir haben so viele Ängste und Befürchtungen, das wäre doch echt beruhigend ein „JA“ zu hören, oder?

Von mir ;-)): Gedanken über Andere sind Erinnerungen an Erfahrungen

Denn unsere Gedanken und Befürchtungen haben wir auf unserer (schlechten) Erfahrungen.
Komm her, geh weg.
Du willst bestimmt nur… das Eine!
Du bist wie alle…..
Du bist GENAUSO wie meine Mutter….
Ich traue niemandem, die wollen mich alle nur….

Bindung, Nähe, Wärme, Geborgenheit, Halt, Vertrauen ist ja eigentlich schön, oder?
Aber wie geht das bloss? Wir sind doch alle so verletzt, allein gelassen worden…ect.

Frühe Bindungswunden heilen über den Körper, denn zu Beginn unseres Lebens „sind“ wir der Körper .
Dazu ist es wichtig zu wissen, unser Gehirn besteht aus unserer Vergangenheit, was wir denken, kann daher nur alt sein.
Es geht also darum, Raum für neue Erfahrungen zu schaffen,
denn wir sind nicht unsere Geschichte (Her/his-story)

Es funktioniert im Gehirn so, als wenn wir denselben Film 10.000 mal sehen und die Handlung, in und auswendig kennen. Das Gehirn, kommt niemals mit etwas Neuem an und der Verstand glaubt die Geschichte.

Der Weg da heraus führt von believe (glauben, das was früher war, ist immer noch)
zu be live (im jetzt leben), wahrnehmen was jetzt ist, heißt neue körperliche, emotionale Erfahrungen machen, üben päsent zu sein.

Die sichere Bindung ist in uns physiologisch angelegt, wir müssen sie nur freilegen.
Sie liegt unter unseren Erfahrungen verborgen.
Dort, unter unseren schmerzhaften Erfahrungen, ist ein sehr zarter Ort, dort benötigt es Mitgefühl für andere und sich selbst.
Es geht darum, wahrzunehmen dass da jemand ist, der Mitgefühl hat und vor allem ich selbst, Mitgefühl für mich habe.
Mitgefühl für andere zu haben war vielleicht leicht, Mitgefühl für sich selbst zu empfinden kann Symptome wie z. B. Schuldgefühle hervorrufen. Für andere sorgen ist leicht, sich selbst zu sorgen, heißt auch, mehr zu empfangen, mehr nehmen zu können.

Sichere Bindung
1. braucht einen sicher genügenden Ort, von dem man sich in Verbindung setzen kann.

2. braucht eine sicher genügend haltende Umgebung

3. braucht beschützende Eltern

4. braucht Regelmäßigkeit, Beständigkeit, Zuverlässigkeit

5. braucht die Möglichkeit in Verbindung zu sein oder nicht in Verbindung zu sein, d.h. ohne in Stress zu geraten, in einem leichten Fluss weg gehen und auch wiederkommen können

6. der größte Anteil an sicherer Bindung ist die Fähigkeit zur Präsenz,
verkörpern Eltern Präsenz, erlauben sie es auch dem Kind.

7. Die Fähigkeit zum „repair“, d.h. sich Mühe zu geben, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.
Es bedarf auf der anderen Seite der Offenheit, dies auch annehmen zu können, um diesem Mechanismus (repair) in Gang zu setzen, braucht das Präsenz auf beiden Seiten und ein sich aufeinander einlassen können.

Buchempfehlung: „Wir werden, was wir sind“ von Daniel Siegel
(ein Buch über Bindung)

Buchempfehlung: die generelle Theorie der Liebe von Thomas Lewis

gelöst

Über sabinepabel

Ich habe eine Praxis für Kunsttherapie und Traumatherapie / Somatic Experiencing in Berlin Kreuzberg/Mitte, Deutschland. Dieser Blog bildet einen Übergang / ein transitional zwischen Themen, die mich beruflich und privat bewegen. Meine Website: www.kunsttherapie-pabel.de
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