DER UNTERSCHIED ZWISCHEN MUT UND KRAFT

Der Unterschied zwischen Kraft und Mut

Man braucht Kraft um stark zu sein,
aber man muss Mut haben, um höflich zu sein.

Man braucht Kraft um sich zu verteidigen,
aber man muss Mut haben, um Vertrauen zu haben.

Man braucht Kraft um einen Kampf zu gewinnen,
aber man muss Mut haben, um sich zu ergeben.

Man braucht Kraft, um recht zu haben,
aber man muss Mut haben, um zu zweifeln.

Man braucht Kraft, um stabil zu bleiben,
aber man braucht Mut, um aufrichtig zu bleiben.

Man braucht Kraft, um das Leiden eines Freundes zu sehen,
aber man braucht Mut, um sein eigenes Leiden zu fühlen.

Man braucht Kraft, um seine eigenen Fehler zu verbergen,
aber man braucht Mut, um dieselben einzugestehen.

Man braucht Kraft, um das Unrecht zu ertragen,
aber man braucht Mut, um dasselbe zu beenden.

Man braucht Kraft, um alleine zu bleiben,
aber man braucht Mut, um Hilfe zu bitten.

Man braucht Kraft zum Lieben,
aber man braucht Mut, um geliebt zu werden.

Man braucht Kraft, um zu überleben,
aber man braucht Mut zum Leben.

Berthold Auerbach (1812-1882)

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NASHORN IM GALOPP

ein Film über Verbindung

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PRESSEERKLÄRUNG VON "PRO ASYL" VOM 07.09.2015

Ich möchste hier die Presseerklärung von Pro Asyl vom 07.09.2015 veröffentlichen und unterstütze diese Haltung ausdrücklich

PRO ASYL kritisiert Maßnahmenpaket der großen Koalition

Festhalten an Dublin wird zu menschenrechtswidrigen Zuständen führen

Beschlüsse verschärfen Unterbringungsprobleme und missachten Verfassungsrecht

PRO ASYL kritisiert das gestern vereinbarte Maßnahmenpaket der großen Koalition scharf. „Die Regierung schaltet mit diesen Beschlüssen von Aufnahme auf Abwehr von Flüchtlingen um“, sagte der Geschäftsführer von PRO ASYL, Günter Burkhardt.

Wider besseres Wissens hält die Bundesregierung an dem gescheiterten Dublin-System fest. Dies wird die menschenrechtswidrigen Zustände an Europas Außengrenzen weiter verschärfen. Es ist zu befürchten, dass Ungarn und möglicherweise auch Griechenland versuchen, ihre Grenzen zu schließen, Flüchtlinge illegal zurückweisen oder menschenunwürdig internieren. Das Dublin-Abkommen verhindert zudem, dass jene europäischen Industriestaaten in die Verantwortung genommen werden, die sich (wie etwa Großbritannien) gegen Flüchtlinge abschotten.

Pro Asyl kritisiert zudem die geplante Einordnung weiterer Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer. Die Balkanstaaten sind nach wie vor keine sicheren Herkunftsländer, auch wenn es aus Balkanstaaten Arbeitsmigration gibt. Zahlreiche Menschenrechtsberichte zeigen, dass Angehörige der Roma und andere Minderheiten in den Balkanstaaten umfassender rassistischer Ausgrenzung ausgesetzt und von existentieller Armut bedroht sind. Justiz und Polizei schützen sie kaum.

Die Verlängerung der Verweildauer in den Erstaufnahmeeinrichtungen wird die Unterbringungssituation verschärfen. Die geplante Ausweitung der Kapazitäten von ca. 45.000 auf 150.000 wird kurzfristig nicht realisiert werden können – frühestens im Laufe des Jahres 2016. Die doppelte oder dreifache Belegung bestehender Einrichtungen wird unerträgliche Lebensumstände für tausende Menschen schaffen und Konflikte auf engstem Raum verschärfen.

Die geplante Ausgabe von Sachleistungen statt Bargeld in der Erstaufnahme ist verfassungswidrig und soll – entgegen der öffentlichen Wahrnehmung – Flüchtlinge aus sämtlichen Herkunftsländern betreffen. Der Barbetrag ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern dient dazu, das verfassungsrechtlich garantierte soziokulturelle Existenzminimum – also ein Minimum an Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – zu ermöglichen.

Flüchtlingen zu unterstellen, wegen der geringen Bargeldleistungen (143 Euro für Alleinstehende) nach Deutschland einzureisen, ist nicht nur ein Hohn für all jene Menschen, die vor rassistischer Diskriminierung, Krieg und Verfolgung fliehen, dieser Populismus befeuert eine Neiddebatte, die den Nährboden für eine weitere Zunahme der rassistischen Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge schafft.

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TRYKKA – HEFTIG BESCHÄFTIGT

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PREKÄRE VERSORGUNGSLAGE DER FLÜCHTLINGE IN BERLIN 08/15

Prekäre Versorgungslage der Flüchtlinge in Berlin – Ärztekammer Berlin fordert Sofortmaßnahmen

(18.08.2015) Land Berlin ist aufgefordert unhaltbare medizinische und hygienische Zustände bei den neu in Berlin ankommenden Flüchtlingen zu beenden

Innerhalb der letzten Monate ist es aufgrund der deutlich angestiegenen Flüchtlingsanzahl zu einer erheblichen Problematik bei der Versorgung von Flüchtlingen gekommen. Eine adäquate medizinische Versorgung insbesondere der Flüchtlinge, die neu nach Berlin gekommen sind und unverschuldet noch keinen Antrag auf Asyl beim zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) stellen konnten, ist nicht mehr gegeben und muss als desolat bezeichnet werden.

Es ist offenkundig, dass neu in Berlin ankommende Flüchtlinge aufgrund fehlender Kapazitäten beim LaGeSo über Tage nicht als Asylsuchende registriert werden und bis zu ihrer Registrierung ohne ausreichende behördliche Unterstützung ausharren müssen. Dies führt aktuell zu Obdachlosigkeit und fehlender medizinischer Versorgung der zum Teil schwer traumatisierten und kranken Flüchtlinge. Die hygienischen Bedingungen der zumeist in örtlicher Nähe zum LaGeSo campierenden und wartenden Flüchtlinge sind prekär und beispiellos. Eine Behandlung der Asylsuchenden gemäß der EU-Aufnahmerichtlinie 2013/33, die das Erkennen einer besonderen Schutzbedürftigkeit von antragstellenden Asylbewerbern verlangt, ist unter diesen Bedingungen nicht einmal mehr ansatzweise möglich.

Aus diesem Grund fordert die Ärztekammer Berlin folgende Sofortmaßnahmen, die unverzüglich umgesetzt werden müssen, um die prekäre Situation der Asyl suchenden Flüchtlinge zu verbessern und deren menschenwürdige Behandlung zu gewährleisten:

Bereitstellung einer ausreichenden primärärztlichen Versorgung (insbesondere für die Bereiche Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Gynäkologie, Dermatologie und Psychiatrie) ganztäglich direkt bei den Flüchtlingen auf dem Gelände des LaGeSo.
Bereitstellung eines Medikamentenbudgets, das eine adäquate medizinische Versorgung ermöglicht. Eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln und Getränken.
Beendigung jeder Form der Obdachlosigkeit zwischen Erstankunft beim LaGeSo und der Registrierung als Asylsuchende. Schutz vor schlechten Witterungsverhältnissen muss gewährleistet werden.
Schnelle Identifizierung besonders schutzbedürftiger Personen entsprechend der EU-Richtlinie 2013/33.
Garantie von hygienischen Mindeststandards auf dem Gelände des LaGeSo. Genügend Toilettenanlagen, Waschgelegenheiten, Duschen sowie Bereitstellung von Hygieneartikeln und Mitteln zur Versorgung von Babys müssen bereitgestellt werden.
Mehrsprachliche Informationsbereitstellung und entsprechende Dolmetscherleistungen für die Flüchtlinge zur ausreichenden Kommunikation.

Die Ärztekammer Berlin fordert das Land Berlin dazu auf, durch die Umsetzung der oben genannten Maßnahmen die unhaltbaren medizinischen und hygienischen Zustände bei den neu in Berlin ankommenden Flüchtlingen zu beenden. Die Verantwortung hierfür liegt bei den staatlichen Institutionen. Die angespannte Situation erfordert schnelles Handeln. Die Ärztekammer Berlin steht mit der von ihr vertretenen Ärzteschaft zur Verfügung, um Hilfe zu leisten und Unterstützung zu bieten, unbürokratisch die humanitäre Not der Flüchtlinge in Berlin schnellstmöglich zu beenden.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als pdf zum Download.

ÄRZTEKAMMER BERLIN
– Pressestelle –
Michaela Peeters, Tel. 030/ 40 80 6-4102
E-Mail: presse@aerztekammer-berlin.de

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ÜBER DIE WÜRDE IM HAND-WERK

Die Szene am Boxhagener Platz, dem hippen Berlin Friedrichhain, ringsum das wuselige Marktreiben, hektisch, aufgeregt, laut, daneben ein abgesperrter Strassenbereich.

———– Stille ———— drei Männer bei der Arbeit, Steinsetzer.

Gebeugte Haltung, der Unterarm auf den Oberschenkel gestützt, der Arm greift aus, wählt, dreht den großen Stein, unmerklich fast, wird er Stein angehoben, sacht wird er an die genau passende Stelle geschoben, passt sofort. Alles ohne unnötigen Aufwand, konzentriert, ruhig, ohne Hektik, fast mühelos sieht es aus. Schwerstarbeit ist es. Die Bäume wölben sich über ihnen, bilden ein Dach, wie in einer Kathedrale, eine Alltags-Meditation. Ich bin tief beindruckt.

Stein für Stein

Die Maler streichen meine Fenster: er steht auf der Leiter, macht mit der Leiter Schritte, die er wie verlängerte Beine nutzt, einen Schritt nach links, das ausgehobene Fenster wird auf dem Oberschenkel abgestellt, keine unnötige Kraftanstrengung. Morgens wird selbstverständlich auf der Schattenseite, nicht in der prallen Sonne begonnen. Die Hand ist vollkommen ruhig beim freien Strich am Glasrand, der Arm liegt auf.

Die Männer der BSR (Berliner Stadtreinigung): Alles läuft Hand in Hand, total im Fluss, genau abgestimmt, achtsam. Eine weiche Drehung mit dem Besen, Alles zusammengeschoben, kein Druck liegt auf dem Besenstiel, Rhythmus, locker.

Strassenarbeiter: Pause machen, während der Kollege den Sand anfährt,auf die Schaufel gestützt, dabei genau schauen was geschieht.
Wohnungsauflösung: Gemeinsam, eins zwei hopp, ein kurzes Nicken, er fasst mit an, zusammen etwas Heben, Abstützen, Drehen, Schieben ist immer besser als Heben.

Zum Essen hinsetzen, ——-Essen eben——–, nichts anderes gleichzeitig tun.

Pause ist Pause

Pause ist Pause

Am Arbeitsende aufräumen, das mit Ruhe, Umschauen, ob Alles verstaut ist.

sichern

Sehe ich Menschen bei der handwerklichen, körperlich schweren Arbeit, fällt mir immer eins auf: alle gehen mit Belastung achtsam um, sonst würden sie ihren Beruf nicht lange ausüben können.
Ständige Regulierung, sich ausgleichen, dem eigenen Rhythmus folgen, stetig aber nie zu viel, gemeinsames Handeln, sich helfen, ganz ungewusst und natürlich.

ausloten

Würdevoll, gute Arbeit. Ich zeichne sie gern, sage ihnen, wie sehr ich ihre Arbeit schätze, würdige sie.

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DIE ARBEIT AM TONFELD – TRAUMATHERAPIE

die Arbeit am TonfeldGanz einfach – so viel

Ein Holzkasten, ausgestrichen mit Tonerde, eine Schale mit Wasser.
Die Hände nehmen Kontakt auf, die Augen dürfen sich schließen.

Die Hände tasten, Berühren löst Berührtsein aus.

Halt finden im Gegenüber, einen Ort der Ruhe
Zentrierung in sich selbst, im Körper, im Feld – ein Ankommen

Sicherheit – Spannungen lösen sich

Wünsche werden spürbar und erfüllen sich im Tun der Bewegung
Impulse schaffen, verändern, drücken sich aus, setzen sich auseinander, schaffen Gestalt

Sichtbar im Ton, wahrgenommen von mir als Begleiterin, als Zeugin
Worte finden für das Erlebte, sich-selbst-bewusst machen, teilen, verstehen

das eigene Geworden sein erkennen – so war das früher, da komme ich her
und die Wandlung in der eigenen Handlung erfahren – das sind jetzt meine Möglichkeiten

Anerkennen – Persönlichkeit

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ANTEILNAHME AM TOD VON RUND 900 FLÜCHTLINGEN, ERTRUNKEN IM MITTELMEER am So.19.04.2015

Wir nehmen Anteil am Tod von rund 900 Flüchtlingen.

Mittwoch, 22. April 2015, 19 Uhr, Passionskirche, Berlin-Kreuzberg

Berlin – Nach dem Tod von schätzungsweise 900 Flüchtlingen, die in der Nacht zum Sonntag vor der libyschen Küste ertrunken sind, widmet der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte, der Verein Asyl in der Kirche und die Gemeinde Heilig Kreuz-Passion einen Gottesdienst am Mittwoch, den 22. April 2015 um 19 Uhr diesem Thema. Geleitet wird der Gottesdienst in der Passionskirche, Berlin Kreuzberg, von Gemeindepfarrer Peter Storck und Pfarrer Bernhard Fricke von Asyl in der Kirche.

Auch einige der Flüchtlinge, die derzeit im Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte untergekommen sind, werden am Gottesdienst teilnehmen. Geplant ist, symbolisch für die Menschen, die bei ihrer Flucht gestorben sind, 900 Kerzen in Form eines großen Kreuzes zu legen und zu entzünden.

„Viele Berlinerinnen und Berliner beschäftigt das Unglück sehr. Das Schicksal der Menschen, die in den Wellen des Mittelmeeres untergegangen sind, lässt sie nicht los“, sagt Pfarrer Peter Storck, „Mit dem Gottesdienst gedenken wir all derjenigen, die in den letzten Wochen auf dem Weg in ein neues Leben umgekommen sind.“

Die bisherige europäische Flüchtlingspolitik mit der Tendenz, den Süden Europas abzuschotten, sei nicht weiter tragbar. Storck: „Wir brauchen legale Wege, um die Migration nach Europa zu steuern.“

In Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte leben derzeit über 90 Flüchtlinge, von denen ein Großteil ebenfalls über den Seeweg nach Italien und von dort aus, häufig über Umwege, nach Berlin gelangt ist. Der Aufenthaltsstatus der Geflüchteten ist vielfach ungeklärt.

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UNITED

da wird es lang gehen – we had to live as one – united

ein frohes neues Jahr 2015 !!
Ich wünsche Ihnen viele neue gute Erfahrungen weiter auf dem eigenen Weg zu sich selbst + somit zu den Anderen

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Wie geht es Menschen bei COGNITIVE PROCESSING oder bei SOMATIC EXPERIENCING Beispiele von PTSB Behandlung von Soldaten

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